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Erschlaffende Bauchhaut durch Schwangerschaften oder nach Gewichtreduktionen ebenso wie überproportionale Fettansammlungen im Bereich des Unter- und Oberbauches führen zu einer asymmetrischen Bauchdecke, wobei auch spezielle Mieder und Korsetts diese Disproportion nur eingeschränkt verbergen können.
Das Entfernen des überschüssigen Hautfettgewebes mit zusätzlicher Bauchdeckenstraffung kann mit sehr ansprechenden Ergebnissen durchgeführt werden. Eine Verbesserung der Bauchkontur kann durch eine chirurgische Bauchdeckenplastik erreicht werden, wenn:
- sich die Haut nach extremer Gewichtsreduktion nicht oder nur ungenügend zurückgebildet hat
- sich aufgrund von erheblichen Fettansammlungen ober – bzw. unterhalb des Nabels eine Fettschürze ausgebildet hat, die teilweise über die Genitalregion hängen kann und neben dem unschönen Aussehen auch Hautekzeme und Pilzinfektionen begünstigen kann
- nach einer oder mehreren Schwangerschaften es zu einer starken Bauchhautüberdehnung gekommen ist bzw. die gerade Bauchmuskulatur sich nach der elastischen Dehnung nicht mehr in der Mittellinie vereinigt hat und somit unterhalb des Nabels ein Kugelbauch entstanden ist
- durch einen Kaiserschnitt unschöne oder eingezogene Narben bzw. unschöne Narbenbildungen nach einer anderen gynäkologischen Operation
Bei erheblichem Übergewicht mit generalisierten Fettansammlungen
sollte einer Bauchdeckenplastik immer vorab eine intensive Gewichtsreduktion
vorausgehen.
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Durch den risikoarmen Eingriff einer Bauchstraffung kann dauerhaft ein
schönes kosmetisches Ergebnis erzielt werden, da entferntes Fettgewebe
sich nicht an gleicher Stelle neu bilden kann. Auf eine ausgewogene
Ernährung sollte jedoch postoperativ geachtet werden, um erneute
Gewichtszunahmen zu vermeiden.
Der in Allgemeinanästhesie durchgeführt Eingriff dauert ca.
2 Stunden. Hierbei wird ein querovaler Hautfettgewebsanteil entfernt.
Die untere Begrenzung findet sich hierbei oberhalb der Schamhaargrenze,
die obere Begrenzung oberhalb des Nabels. Die Seitbegrenzungen liegen
einwärts oder in Höhe der Beckenkämme.
Schwangerschaftsstreifen bzw. narbige Veränderungen in dieser Region
werden bei dem Eingriff ebenfalls mitentfernt. Notwendig und sinnvoll
ist meistens ebenfalls eine Straffung der die geraden Bauchmuskeln bedeckenden
derben Bindegewebsschicht. Der innere Bauchraum bleibt von dem Eingriff
unberührt. Man ggf. gleichzeitig eine erwünschte Fettabsaugung
der Hüft- und Gesäßregion an den Eingriff anschließen.
Am Operationsende werden mehrere Drainagen aus Silikon eingelegt, die
das Sekret aus der Wunde nach außen ableiten. Dies soll eine Flüssigkeitsansammlung
in der Wundhöhle vermeiden und damit zu einer schnellen und komplikationslosen
Wundheilung beitragen. Die Entfernung der Drainagen erfolgt 2 –
4 Tage nach dem Eingriff.
Nach der verdeckten Hautnaht wird ein Stützverband angelegt, der
für insgesamt 6 Wochen das Operationsgebiet entlasten soll. Durch
die o.a. Operationstechnik sind die Patienten auch in der Lage knapp
sitzende Bademode zu tragen, da durch die Schnittführung keine
Narben sichtbar sind.
Nach dem Eingriff sind Spannungsgefühle und leicht ziehenden Schmerzen
bei längsgerichtetem Zug auf die Bauchdecke zu erwarten. Der Stützverband
sollte konsequent ca. 6 Wochen getragen werden, was zu einer Linderung
der Beschwerden führen kann. Durch zunehmende Steigerung ihrer
körperlichen Beweglichkeit sind die Patienten jedoch schnell wieder
in der Lage, ihren normalen häuslichen und beruflichen Tätigkeiten
nachzugehen.
Ab dem 7. Tag nach dem Eingriff kann mit desinfizierenden Seifenlösungen
geduscht werden, Vollbäder sollten in den ersten vier postoperativen
Wochen jedoch vermieden werden. Nach ca. 3 Wochen werden die am Wundrand
überstehenden Fäden im Rahmen eines Verbandwechsels entfernt.
Nach dem Rat des Operateurs sollte ca. 2 – 3 Monate nach dem Eingriff
auf intensive Sportaktivitäten verzichtet werden. Der Verzicht
von Alkohol und Nikotin trägt ebenfalls zu einem komplikationslosen
Verlauf bei.
Der Eingriff erfordert immer einen stationären Aufenthalt von ca.
3 – 7 Tagen.
Die spezifischen Risiken des Eingriffs liegen in Infektionen, Wundheilungsstörungen,
Asymmetrien, Unregelmäßigkeiten, verbreiterten Narbenbildungen,
Nachblutungen sowie vorübergehenden Sensibilitätsstörungen
im Operationsgebiet.
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